Rheinland-Pfalz, Verkehr

Förderung touristische Infrastruktur

Förderung touristische Infrastruktur

Hering: 660.000 Euro für neuen Park in Bad Bertrich

Mainz. 17. November 2010 (red). Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering hat Anfang November der Ortsgemeinde Bad Bertrich für die Neugestaltung des Römerkessels zum Landschaftstherapeutischen Park einen Zuschuss in Höhe von rund 660.000 Euro zugesagt. „Mit dem neuen landschaftstherapeutischen Park, der den vorhandenen Kurpark ergänzt und die für einen Kurort so wichtige innerörtliche Atmosphäre weiter verbessert, betont Bad Bertrich seine Stärken“, so Hering.

Die Ortsgemeinde Bad Bertrich plant einen innerstädtischen Park, der unmittelbar an die Altstadt anschließt und Naturnähe mit phantasievoller Gestaltung verbindet. Der landschaftstherapeutische Park soll in drei Bauabschnitten umgesetzt werden: Eingangsbereich und Inselgarten, Mußegarten nebst Berggarten und Vulkangarten, Toreingang zum Schwanenweiher.

Der Römerkessel soll als römisch erkennbar sein, vorgesehen ist eine verkleinerte Nachbildung eines römischen Torbogens. Zentrale Maßnahme ist die Anlegung eines Sees mit drei Inseln. In dem Bereich zwischen Inselgarten und Vulkangarten soll ein kleiner Aufgang mit Aussichtsplattform eingerichtet werden, um ein Aussichtserlebnis (Landschaftsbalkon) auf Insel- und Vulkangarten zu schaffen. Neben Sitzgelegenheiten, Liegen, Natursofas, und Pflanzen ist ein Auf- und Abgang zum Bergwald vorgesehen.

Die Tourismusstrategie 2015 hat die Bereiche Wandern, Radtourismus, Wein und Gesundheitstourismus zu Schwerpunktthemen mit guten Wettbewerbschancen festgelegt, im November 2008 hatte Wirtschaftsminister Hendrik Hering für den Schwerpunkt Gesundheitstourismus den Ideenwettbewerb für Heilbäder und Kurorte in Rheinland-Pfalz ausgelobt. Von 21 Heilbädern und Kurorten im Land hatten sich 19 Orte am Wettbewerb beteiligt. Ziel für den Ideenwettbewerb war es, die Heilbäder und Kurorte zur Entwicklung und Umsetzung zukunftsweisender Konzepte für ihre Kurorte zu motivieren.

Zu den fünf Siegerbeiträgen zählte der gemeinsame Beitrag der Kurorte Bad Bertrich, Daun und Manderscheid mit „Gesundheitslandschaft Vulkaneifel – Lust auf Gesundheit, Natur und Leben“. Das Staatsbad Bad Bertrich und die Heilklimatischen Kurorte und Kneipp-Kurorte Daun und Manderscheid wollen künftig in einem verbindlichen Netzwerk als Gesundheitslandschaft Vulkaneifel zusammenarbeiten. Die Gesundheitslandschaft Vulkaneifel positioniert sich demnach mit den Themen Entspannung, Wohlbefinden und Gesundheitsförderung. Der Gestaltung der Landschaft soll mit der gezielten Entwicklung von Landschaftswegen und landschaftstherapeutischen Parks besondere Bedeutung zukommen. Ein Kompetenzzentrum Gesundheitslandschaft Vulkaneifel soll die Aufgaben künftig bündeln. Die Idee der Landschaftstherapie mit Vernetzung der einzigartigen Landschaft mit Therapiewegen und Atmosphärefeldern sowie hochwertigen gesundheitsfördernden Angeboten hatte die Jury überzeugt.

Neustadt, Regional, Rheinland-Pfalz

10. Tourismustag in Neustadt an der Weinstraße

10. Tourismustag in Neustadt an der Weinstraße

Hering: Touristisches Engagement lohnt sich

Mainz. (red). 11. November 2010. Das Tourismusjahr 2010 ist sehr zufrieden stellend gestartet. Laut Statistischem Landesamt erhöhte sich die Gästezahl in den ersten acht Monaten des Jahres um 1,5 Prozent auf gut fünf Millionen. Die Übernachtungen nahmen um 0,8 Prozent auf knapp 14 Millionen zu. „Damit wurde bei den Gästeankünften das Rekordergebnis des Jahres 2008 übertroffen“, hob Wirtschaftsminister Hendrik Hering auf dem 10. Tourismustag vor rund 400 Teilnehmern aus Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, Kommunen, Tourismusverbänden und Winzern in Neustadt a.d.W. hervor.

Hendrik Hering ergänzte: „Erfreulich ist in diesem Zeitraum insbesondere die Steigerung bei unseren ausländischen Gästen.“ Von Januar bis August 2010 übernachteten 1,2 Millionen ausländische Gäste im Land, das waren 3,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. „Es war das beste Resultat der vergangenen zehn Jahre.“ Die Zahlen seien insgesamt auch ein deutliches Indiz dafür, dass die konjunkturell bedingten Rückgänge des vergangenen Jahres überwunden werden, so der Minister.

Seit der Verabschiedung der Tourismusstrategie 2015 wurden alle Tourismustage den thematischen Schwer­punkten der Strategie gewidmet. 2008 mit den Themen Wandern und Radwandern in Trier, 2009 mit dem Thema Gesundheit in Bad Kreuznach und 2010 mit dem Thema Weintourismus. Immerhin sechs der neun touristischen Regionen umfassen die Weinanbaugebiete des Landes. „Wein ist für Rheinland-Pfalz ein wichtiges touristisches Alleinstellungsmerkmal. Nirgendwo sonst kann man in so großer Vielfalt Wein erleben wie bei uns“, unterstrich der Weinbauminister. Dies gelte in Bezug auf das touristische Angebot vor Ort, vor allem aber auch in Bezug auf die ganz individuellen und jede für sich reizvollen Weinkulturlandschaften des Landes.

Landesweit beträgt der Umsatz im Tourismus gut sieben Milliarden Euro. „Touristisches Engagement lohnt sich. Voraussetzung ist aber, dass die Infrastruktur, die Qualität, die Organisation und der Service stimmen“, stellte Hering klar. Der Tourismus- und Heilbäderverband hat sich daher dazu entschlossen, den Kommunen eine konkrete Hilfestellung dabei zu geben, wie die Bedeutung des Tourismus auf kommunaler und regionaler Ebene ermittelt werden kann. Wirtschaftsminister Hering stellte dazu auf dem Tourismustag in Neustadt a.d.W. eine Broschüre vor, die wesentlich durch Landesmitteln gefördert wurde. Erstellt wurde sie durch das deutsche wirtschaftswissen­schaftliche Institut für Fremdenverkehr an der Universität München, kurz „dwif“.

Die Broschüre mit dem Titel „Tourismus als kommunaler Wirtschafts- und Standortfaktor“ enthält genaue Erläuterungen aller notwendigen Schritte zur Ermittlung der Wirtschaftskraft. „Sie belegt darüber hinaus eindrucksvoll die Stärke des Tourismus als Säule der rheinland-pfälzischen Wirtschaft und zeigt darüber hinaus die Bedeutung als weicher Faktor bei Standortentscheidungen für Unternehmen sowie Lebens- und Arbeitsumfeld für Familien.“

Mainz, Presse, Rheinland-Pfalz

Übernachtungsplus bei Tourismus in Rheinland-Pfalz

Übernachtungsplus bei Tourismus in Rheinland-Pfalz

Aus dem Ausland kamen weniger Gäste

Mainz. (red). 28. Mai 2010. Die rheinland-pfälzische Tourismusbranche verzeichnete im ersten Quartal mehr Übernachtungen als in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ging die Zahl der Gäste zwar um 0,6 Prozent auf 1,15 Millionen zurück, die Zahl der Übernachtungen legte jedoch um 0,6 Prozent auf 3,11 Millionen zu.

Rund 919.000 Gäste aus Deutschland – das waren in etwa so viele wie im Vorjahreszeitraum – buchten 2,52 Millionen Übernachtungen, was einem Zuwachs von 1,9 Prozent entspricht. Dagegen war die Nachfrage aus dem Ausland deutlich niedriger als im ersten Quartal 2009. Rund 233.000 Gäste bedeuteten einen Rückgang um 2,7 Prozent, die Zahl der Übernachtungen sank um 4,7 Prozent auf rund 584.000.

Unter den Gästen aus dem Ausland bilden die Niederländer mit Abstand die größte Gruppe. Auf sie entfielen 220.000 Übernachtungen, 25.000 weniger als ein Jahr zuvor (minus 10,3 Prozent). Gäste aus Belgien buchten gut 86.000 Übernachtungen, 2.000 weniger als im Vorjahreszeitraum (minus 2,5 Prozent). An dritter Stelle folgten die Gäste aus den USA, die rund 75.000 Übernachtungen buchten, 7.000 mehr als im ersten Quartal 2009 (plus 9,4 Prozent).

In den neun rheinland-pfälzischen Tourismusregionen verlief die Entwicklung uneinheitlich. Die Anbieter an der Ahr verzeichneten ein kräftiges Gäste- und Übernachtungsplus (plus 9,8 bzw. 5,9 Prozent). Trotz rückläufiger Gästezahlen nahmen die Übernachtungen auch in den Tourismusregionen Pfalz (plus 1,4 Prozent), Eifel (plus 0,9 Prozent), Westerwald-Lahn (plus 0,8 Prozent), Naheland (plus 0,7 Prozent) und Hunsrück (plus 0,4 Prozent) zu. In den Tourismusregionen Rheintal (minus 2,4 Prozent), Rheinhessen (minus 0,5 Prozent) und Mosel-Saar (minus 0,2 Prozent) blieben die Übernachtungszahlen hinter den Vorjahresergebnissen zurück.

Ähnlich uneinheitlich war die Entwicklung der verschiedenen touristischen Betriebsarten. Privatquartiere sowie Ferienhäuser und wohnungen konnten zweistellige Zuwachsraten bei Gäste- und Übernachtungszahlen verbuchen. Allerdings ist bei den Privatquartieren die Vergleichbarkeit zu den Vorjahresergebnissen eingeschränkt, da der Berichtskreis der Erhebung ab Januar 2010 aktualisiert wurde. Einen Rückgang der Gäste- und Übernachtungszahlen mussten Hotels, Gasthöfe und Ferienzentren hinnehmen.