Rhein-Pfalz-Kreis

Hilfe für den Weg in die Selbständigkeit

Hilfe für den Weg in die Selbständigkeit

Ludwigshafen. 6. Oktober 2010. (red). Eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Frauen am Start“ soll Frauen im Rhein-Pfalz-Kreis ansprechen, die sich beruflich neu orientieren wollen und für die Selbständigkeit eine denkbare Alternative ist oder die gerade gegründet haben.

Initiiert wurde diese Initiative durch den Arbeitskreis „Frauen und Wirtschaft“, der sich unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Pfalz-Kreis, Dr. Isis Ksiensik, für vielfältige Themen im Bereich Lokaler Ökonomie, Lebensqualität und Stärkung der Infrastruktur in den Gemeinden des Landkreises wie auch Stärkung von Unternehmerinnen einsetzt.

Kooperationspartner sind das Netzwerk Wiedereinstieg, das Unternehmerinnennetzwerk UNA und die örtlichen Gleichstellungsbeauftragten.

Mit einem Programm, das jeweils parallel in den Gemeinden Maxdorf und Limburgerhof stattfindet, sollen im monatlichen Rhythmus alle Themen rund um das Thema Selbständigkeit behandelt werden. Der Auftakt findet am 18. Oktober in Maxdorf (Haus der Begegnung) und am 27. Oktober in Limburgerhof (Mehrgenerationenhaus) statt. Beginn: jeweils 19.30 Uhr. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Clemens Körner werden eine Bänkerin, eine Unternehmerin und eine Vertreterin des Frauennetzwerkes UNA Ludwigshafen das Thema „Von der Idee zum Unternehmen“ beleuchten.
Zukünftiger Termin ist in Maxdorf jeweils der dritte Montag, in Limburgerhof der vierte Mittwoch des Monats. Die Veranstaltungen sind für alle Frauen offen und kostenfrei.

Weitere Infos bei http://www.una-ludwigshafen.de oder bei der Gleichstellungsbeauftragten Dr. Isis Ksiensik im Ludwigshafener Kreishaus, Telefon 0621/5909-434.

Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz

Grapscher im Stadtgebiet

Grapscher im Stadtgebiet

Frauen und Mädchen von Männern angegriffen

Kaiserslautern. (red / and). 26. August 2010. Zwei Frauen, das meint genauer, eine Frau und ein Kind wurden, nach Polizeiberichten, von Männern im Stadtgebiet Kaiserslautern sexuell belästigt und angegriffen. Eine 19jährige Frau ist am helllichten Montagnachmittag im Stadtgebiet von einem unbekannten Mann begrapscht worden.

Die Frau war kurz nach halb 4 am Addi-Schaurer-Platz aus dem Bus gestiegen und zu Fuß durch die Schumann- und Trippstadter Straße in die Blücherstraße gelaufen. Weil sie ihre Kopfhörer auf den Ohren hatte, hörte sie nicht dass sich jemand von hinten näherte. Der Unbekannte griff ihr plötzlich von hinten zwischen die Beine und flüchtete anschließend in Richtung Schumannstraße.

Der Grapscher ist zwischen 18 und 21 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und schlank. Er hat dunkelblonde bis hellbraune Haare, die zwar kurz aber leicht gewellt sind und sich im Nacken kräuselten. Auffallendes Merkmal des Täters: Er hat ein deutliches Muttermal im Gesicht. Bekleidet war er zur Tatzeit mit einer blauen Jeans und einer schwarzen Kapuzenweste. Die Kriminal-Polizei bittet um Hinweise bei Telefon 06 31 / 3 69 – 26 20.

Sexuelle Beleidigigung

Wegen Beleidigung auf sexueller Basis ermittelt die Polizei seit Dienstag auch gegen einen 58jährigen Mann aus dem Stadtgebiet. Der amtsbekannte Mann, der sonst eher dafür „berüchtigt“ ist, in betrunkenem Zustand den Verkehr zu regeln, sorgte diesmal aus anderem Grund für einen Polizeieinsatz: Gegen halb 2 verfolgte er ein 14jähriges Mädchen in der Reichswaldstraße und forderte es zu sexuellen Handlungen auf. Das Mädchen flüchtete sich in eine Telefonzelle. Passanten wurden darauf aufmerksam und kamen der Jugendlichen zu Hilfe. Daraufhin flüchtete der 58Jährige.Seine Personalien sind bekannt; ein Strafverfahren ist eingeleitet.

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ver.di fordert: Frauen-Diskriminierung am Arbeitsmarkt beenden

ver.di fordert: Frauen-Diskriminierung am Arbeitsmarkt beenden

Berlin. 8. März 2010 (red). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert die Beendigung der Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt in Deutschland.

„Auch wenn es vereinzelt Fortschritte gibt: Der Nachholbedarf für Frauen bleibt enorm“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Margret Mönig-Raane, anlässlich des Internationalen Weltfrauentages. So würden Frauen in Deutschland durchschnittlich 23 Prozent weniger verdienen als Männer.

Dies gelte ganz besonders im Bereich personenbezogener Dienstleistungen, wo überwiegend Frauen beschäftigt seien, häufig in Teilzeit oder zu sehr niedrigen Löhnen. Ein weiterer Grund für den Lohnunterschied sei aber schlicht Diskriminierung.

In den Vorständen und Aufsichtsräten von Deutschlands Top-Unternehmen seien Frauen immer noch kaum vertreten. Lediglich 2,5 Prozent aller Vorstandsmitglieder der 200 größten Wirtschaftsunternehmen seien weiblich.

Neben der Beseitigung dieser Benachteiligungen und Schieflagen müsse auch die Arbeitsmarktpolitik mehr für Frauen tun. Frauen würden aufgrund ihrer familiären Situation vielfach vom Arbeitsmarkt verdrängt oder müssten als Mitglied einer so genannten Bedarfsgemeinschaft zu Armutslöhnen arbeiten. Ein Widerspruch ergebe sich daraus, dass in einer Bedarfsgemeinschaft der eine für den anderen uneingeschränkt einstehen müsse, während das neue Unterhaltsrecht den Frauen auferlege, für sich selbst zu sorgen.

ver.di fordere daher von der Bundesregierung die Abschaffung der Bedarfsgemeinschaft. Die Anrechnung von Partnereinkommen müsse ganz entfallen.

Mönig-Raane mahnte darüber hinaus Korrekturen in der Förderpolitik an: „An der Schnittstelle zwischen Hartz IV und Arbeitsförderung wird über die Zukunftschancen von Millionen Frauen und ihrer Kinder entschieden. Es geht nicht an, dass Frauen viel weniger von erfolgreichen Förderinstrumenten profitieren können, gleichzeitig aber im Hartz IV-System als Arbeitskräfte ohne Perspektive auf eine sozial abgesicherte Beschäftigung zwangsverpflichtet werden“, kritisierte Mönig-Raane.

Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass gerade Arbeitsuchende, die wegen der Anrechnung des Partnereinkommens keine Geldleistungen erhalten oder die wegen der Betreuung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen der Vermittlung nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, in vollem Umfang beruflich gefördert würden.

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Welt-Frauen-Tag: Alarmierend viele Frauen sind von schwerer Armut betroffen

Welt-Frauen-Tag: Alarmierend viele Frauen sind von schwerer Armut betroffen

Grüne wollen das Armuts-Risiko von Frauen bekämpfen

Mainz. 8. März 2010. (red). Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2010 erklären Eveline Lemke, Landesvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz und Anne Spiegel, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen: „Armut hat viele Gesichter, aber sie ist oftmals weiblich. Eine Verengung auf rein finanzielle Aspekte aber greift viel zu kurz. Armut ist nicht nur ein Mangel an Einkommen, sondern auch an Verwirklichungschancen, zum Beispiel im Hinblick auf Bildung, Erwerbschancen, Einkommen und Gesundheit. Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Rheinland-Pfalz ist die bestehende Armut eines der größten Probleme unserer heutigen Zeit. Der aktuelle Armutsbericht der Landesregierung beweist, dass die Armutsrisikoquote stetig steigt.

Von der Einkommensarmut sind in erster Linie Alleinerziehende, kinderreiche
Familien und Erwerbslose betroffen. Frauen sind unter diesen Gruppen
überproportional anzutreffen und müssen mit dem wenigen Geld wirtschaften. Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz steht deshalb der diesjährige Frauentag am 8. März das Thema Frauen und Armut“, erklärt Eveline Lemke.

Anne Spiegel ergänzte: „Trotz aller Fortschritte sind wir von der Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Rheinland-Pfalz noch weit entfernt. Nach wie vor ist die eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Arbeitsleben und sozialen Sicherungssystemen nicht erreicht. Gerade in Deutschland haben wir – entgegen des europäischen Trends – ständig wachsende Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern trotz gleicher oder ähnlicher Arbeit. Wir wollen und müssen hier die Machtfrage stellen“.

Der Parteirat der GRÜNEN Rheinland-Pfalz hat dazu auf seiner Sitzung eine Resolution zum Thema Frauenarmut einstimmig verabschiedet.

In der Resolutionfordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz:

– Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit! Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen sind für uns eine nicht hinnehmbare Form von Diskriminierung.
– Den Ausbau der Kinderbetreuungsinfrastruktur, um Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewähren. Wir GRÜNE wollen eine umfassende bedarfsdeckende ganztägige Kinderbetreuung in Rheinland-Pfalz. Nur durch wohnortnahe ganztägige Angebote der Kindertageseinrichtungen mit flexiblen und durchgängigen Öffnungszeiten kann der Rechtsanspruch wirklich erfüllt, eine echte Wahlfreiheit für
Eltern gewährleistet und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Ausbildung wirksam verbessert werden.
– Ein gerechtes Steuersystem, dass die Benachteiligung von Frauen nicht zementiert (Abschaffung des Ehegattensplitting).
– Die spezielle Förderung von jungen Frauen wahrend und nach der Ausbildung und eine von klassischen Geschlechtsrollen losgelöste Berufsvorbereitung. Angebote wie „Girl’s day“ und Mentoringprogramme speziell für Madchen und Frauen sind weiter auszubauen und dürfen nicht zu Alibiprojekten verkommen.
– Eine bessere Anerkennung von Erziehungszeiten bei der Rente.
– Die Einführung eines Mindestlohns.
– Eine bessere Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements, sowie anderer unbezahlter Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und Hausarbeit, auch durch eine Grundsicherung, denn dieses Engagement darf keine Armutsfalle sein. Unbezahlte Arbeit darf nicht einfach den Frauen zugeschoben werden.
– Eine ausreichende Absicherung im Alter, bei Krankheit und bei Erwerbslosigkeit, die nicht nur bei durchgehender Vollzeiterwerbstätigkeit und bei durchschnittlichem Einkommen gewährleistet sein darf.

Am 8. März ist internationaler Welt-Frauen-Tag.