Mainz, Rheinland-Pfalz

GRÜNE fordern Schulreform von unten

GRÜNE fordern Schulreform von unten

PISA-Studie bescheinigt Mittelmäßigkeit

Mainz. (red). 8. Dezember 2010. Zu den am 7. Dezember veröffentlichten Ergebnissen von PISA 2009 erklärten Daniel Köbler, Landesvorstandssprecher und Spitzenkandidat von Bündnis 90 / Die Grünen Rheinland-Pfalz, sowie Nils Wiechmann, GRÜNER Bildungsexperte und Listenkandidat auf Platz 6:

„Die aktuelle PISA-Studie zeigt, dass sich Deutschland ins Mittelfeld vorgearbeitet hat. Diesen kleinen Erfolg sehen wir als das Verdienst engagierter LehrerInnen, die trotz widriger Bedingungen ihren Beruf voller Idealismus ausüben. Letztlich entscheidend ist jedoch, dass wir noch lange nicht in der groß angekündigten Bildungsrepublik angekommen sind. Auch wenn sich Bildungsministerin Ahnen damit brüstet, dass Rheinland-Pfalz im oberen Drittel der deutschen Bundesländer liegt, sollten wir uns doch eher an den Spitzenländern wie Finnland orientieren, die vormachen, wie gute Bildung funktioniert!“, kritisierte Daniel Köbler.

„Der Zusammenhang zwischen Geldbeutel und Bildungschancen ist immer noch viel zu hoch. Auch das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie. Was die Ausgaben pro SchülerIn betrifft, liegt Rheinland-Pfalz hinter dem bundesweiten Durchschnitt immer noch zurück. Es gibt immer noch viel zu wenig individuelle Förderung in kleineren Klassen. Immer noch ist der Unterrichtsausfall viel zu hoch und im Land fehlen an den allgemeinbildenden Schulen immer noch 500 Lehrerinnen und Lehrer“, erläuterte Nils Wiechmann.

„Wir wollen Schluss machen mit der Mogelpackung ‚Realschule plus‘ und stattdessen eine Schulreform von unten. Unsere Schulreform von unten vollzieht sich in Abstimmung mit den Menschen vor Ort. Dort, wo es gewollt ist, verwirklichen wir längeres gemeinsames Lernen und bauen die Gesamtschulen konsequent aus. Außerdem müssen wir die Rahmenbedingungen in unseren Kitas und Schulen verbessert werden – mehr Schulsozialarbeit, mehr Selbständigkeit für die Schulen, mehr finanzielle Ressourcen!“, so Köbler abschließend.

Bildung, Rheinland-Pfalz

Forderungen längst erfüllt – Peter-Wust-Gymnasium gut versorgt

Forderungen längst erfüllt – Peter-Wust-Gymnasium gut versorgt

Stellungnahme der Schulaufsicht zu Forderungen des Philologenverbandes:

Trier/Wittlich.17. Juni 2010. „Das Peter-Wust-Gymnasium in Wittlich ist mit 99 Prozent sehr gut versorgt“, stellt der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Dr. Josef Peter Mertes, klar. So wurden seitens der Schulaufsicht zum Einstellungstermin 1.Februar 2010 zusätzliche Lehrkräfte eingestellt, um die Nachteile für die Schülerinnen und Schüler so gering wie möglich zu halten.

Daneben wurde zur Sicherstellung der Aufsicht in dem Nebengebäude Wengerohr auch eine Pädagogische Fachkraft eingestellt. Auch zum nächsten Einstellungstermin 1. August 2010 werden zusätzliche Lehrkräfte dem Peter-Wust-Gymnasium zugewiesen.

„Die Forderungen durch zusätzliche Lehrerstundenzuweisung sowie durch Einstellungen von zusätzlichen Lehrkräften die Situation am PWG zu entspannen wurden bereits durch die ADD erfüllt“, so der ADD-Präsident zur aktuellen Pressemitteilung des Philologenverbandes weiter.

Die einzigartige Situation am Peter-Wust-Gymnasium, ein ähnlicher Fall ist im Land Rheinland-Pfalz noch nicht vorgekommen, ist entstanden, weil ein komplettes Gebäude von heute auf morgen für den Unterricht nicht mehr zur Verfügung stand. Zur Sicherstellung der Unterrichtsversorgung musste ad hoc eine Lösung für rund 20 Klassen mit insgesamt rund 550 Schülerinnen und Schülern gefunden werden.

Die Verlagerung der Schüler in das nicht mehr genutzte Schulgebäude in Wittlich-Wengerohr konnte innerhalb von zwei Tagen durch einen gemeinsamen Kraftakt der Schulgemeinschaft, des Schulträgers sowie der ADD bewerkstelligt werden. Selbstverständlich werden die Kosten für die Fahrten der Lehrkräfte zwischen den Standorten vergütet.

Darüber hinaus arbeitet auch die Schulleitung gemeinsam mit der Schulgemeinschaft aktiv an der Verbesserung der Gesamtsituation am PWG, so kann zum nächsten Schuljahr durch eine entsprechende Stundenplanplanung das Pendeln der Lehrkräfte stark reduziert werden. „Deshalb gilt mein Dank auch der Schulgemeinschaft des PWG, die gemeinsam an der Lösung dieser ungewöhnlichen Situation arbeiten“, so Mertes.